Asylkrise: Gibt es Grenzen der Hilfsbereitschaft?

Posted on 5. November 2015

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Frau Merkel behauptet, das Asylrecht kenne keine Obergrenze. Viele Deutsche behaupten, Hilfe sei ein Gebot der Menschlichkeit. Man kann arme, hungernde, verzweifelte Menschen nicht im Stich lassen. Es klingt so schön. Aber niemand sagt uns, ob und wann eine Grenze erreicht sein wird.

Es fällt nicht schwer sich vorzustellen, dass von den rund 700 Millionen Afrikanern, die gerne Auswandern würden, manch einer den Lockruf von Merkel empfangen hat und bereits auf gepackten Sachen sitzt. Auch der Nahe und Mittlere Osten sind derzeit reich mit Fluchtanreizen ausgestattet. In absehbarer Zeit werden Hunger und Gewalt – wie seit Anbeginn der Menschheit – traurige Realität bleiben. Die EU erwartet bis 2017 3 Millionen weitere Flüchtlinge. Vermutlich werden diese Prognosen wie bisher im Wochentakt angehoben werden müssen. Davon werden voraussichtlich wieder zwei Drittel nach Deutschland kommen, also mindestens 2 Millionen. Es wären dann innerhalb von nur 2 Jahren rund 3 Millionen Flüchtlinge eingereist. Mehr als in den gesamten 20 Jahren zuvor.

Müsste es nicht Aufgabe der Politik sein, uns darüber zu informieren, wie man sich die Zukunft des Landes bei weiter steigenden Flüchtlingszahlen vorstellt? Alle anderen Staaten in Europa, mittlerweile selbst Schweden, scheinen diese Grenze für sich bereits definiert zu haben – weniger als dieses Jahr und möglichst wenige allgemein. Die Bundesregierung zeigt weiter ein „freundliches Gesicht“ und hält die Grenze offen. Alle Bemühungen der Politik sind derzeit auf eine Steuerung des Zustroms, aber nicht auf eine Verhinderung gerichtet.

Ist also die Belastungsgrenze des Staates die natürliche Grenze? Der innere Frieden? Die öffentliche Sicherheit und Ordnung? Müssen wir hier alles aufgeben, was nicht lebensnotwendig ist, solange es Hunger und Verzweiflung auf der Welt gibt? Wird dies unter Zwang herbeigeführt?

Ich möchte nichts weiter als eine Antwort der Politik, denn dann kann ich mich entscheiden, ob ich weiter Steuerzahler dieses Staates sein möchte oder mir einen anderen suchen muss. Schließlich sind die Grenzen auch in die andere Richtung offen.

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Posted in: Deutschland