She had it coming – Pamela Geller, SpON und der „Islamhass“

Posted on 4. Mai 2015

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Geller betreibt das Blog seit elf Jahren, 10 bis 15 Einträge postet sie dort täglich. Aufmerksamkeit erregte sie vor allem, als sie 2005 die Mohammed-Karikaturen aus der dänischen Zeitung „Jyllands-Posten“ veröffentlichte. Eine Provokation für viele Muslime, die die Darstellung des islamischen Propheten als Beleidigung empfinden.

Oh, lieber Spiegel, was ist nur aus dir geworden? Einst mutig und verhältnismäßig frei von ideologischen Verblendungen, muss man gute Texte mittlerweile mit der Lupe suchen. Wo bleibt der Schutz der Kapitalisten, die sich durch die Forderung nach Steuererhöhungen zutiefst beleidigt fühlen?

Da greifen zwei Menschen eine Veranstaltung an, die friedlich ist und die von keinem Moslem besucht werden muss. Schießen einen Polizisten an und hatten sicherlich Schlimmeres vor und bekannte Gruppen von Islamisten bekennen sich bereits zu dem Anschlag, aber der Spiegel schreibt weiter „mutmaßlich“, als gäbe es noch keine ausreichenden Hinweise. Vielleicht waren es ja auch Rechtsradikale, die nur Hass schüren wollten, nicht wahr?

Aber gut, Zurückhaltung ist nur am Rande zu beanstanden, denn solange die Behörden nichts bestätigen, muss man es auch nicht als Tatsache berichten. Viel erschreckender ist hingegen die Tatsache, dass der Spiegel am Tag des Anschlags ein, nennen wir es „Hit piece“, auf Pamela Geller veröffentlicht. „Voll auf Hass“.

Was bezweckt man an einem solchen Tag mit diesem Artikel? Die einzige Erklärung ist doch die, dass der Autor Verständnis für die Handlungen der Angreifer erzeugen möchte. Was hat Pamela Geller gemacht, außer sich gewaltlos, denn schriftlich (!), gegen den Islam zu stellen? Man mag ihre Behauptungen widerlegen, was der Autor allerdings gar nicht erst versucht, aber wieso wird ein solcher Artikel im Zusammenhang mit einem Anschlag veröffentlicht und nicht solidarisch die Fahne der Presse- und Meinungsfreiheit hochgehalten?

„I may disagree with what you have to say, but I shall defend, to the death, your right to say it.“

Wem auch immer dieses Zitat zuzuordnen ist, der Spiegel sollte sich eine Scheibe davon abschneiden.

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Posted in: Pressespiegel