Flüchtlinge – Italien braucht unsere Hilfe nicht

Posted on 8. Juli 2014

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Seit Jahren lässt Italien kaum eine Chance verstreichen, uns wissen zu lassen, dass die Bootsflüchtlinge auf dem Mittelmeer ein europäisches Problem seien, weshalb sich ganz Europa an den italienischen Kosten zu beteiligen habe. Viele folgen dieser Logik. Schließlich wollen die Flüchtlinge oft nicht in Italien bleiben, sondern weiterreisen. Dennoch bleibt Italien auf den Kosten seiner Rettungseinsätze sitzen, alles wegen seiner exponierten Lage am Mittelmeer, nahe Afrika.

Aber was bleibt, wenn man ein wenig tiefer gräbt? Betrachten wir die Kosten. Es lässt sich nicht bestreiten, dass durch die vermehrten Rettungseinsätze Kosten entstehen, die Deutschland und andere nordeuropäische Länder nicht zu tragen haben. Allerdings bringt die Mittelmeerlage nicht nur eine erhöhte Zahl von Bootsflüchtlingen mit sich, sondern auch eine seit Jahrzehnten hohe Zahl an Touristen. Von diesen Einnahmen haben die Nordeuropäer nie etwas gesehen, im Gegenteil, sie waren zum Großteil die Devisenbringer. Wieso sollten also nur die Nachteile sozialisiert werden, aber nicht die Vorteile?

Wer diese rein wirtschaftliche Betrachtungsweise ablehnt, dem sei folgendes gesagt: In Italien wurden im Jahr 2013 lediglich 28.000 Asylanträge gestellt. Dies waren 470 pro 1 Mio. Einwohner. In Deutschland waren es 127.000, bzw. 1575 pro 1 Mio. Einwohner. In Schweden gar 54.000, also 5.680 pro 1 Mio. Einwohner. Deutschland trägt damit die dreifache, Schweden die zwölffache Last im Vergleich zu Italien.

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