Die Frauenquote – Diskriminierung per Gesetz

Posted on 14. Juni 2012

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Jetzt will schon die EU die Frauenquote per Gesetz diktieren. Die Zukunft wird dann so aussehen, dass sich ein gleich qualifizierter, oder höher qualifizierter, Mann auf eine Stellenausschreibung bewirbt, aber eine Ablehnung erhält, weil das Unternehmen eine Frau einstellen muss. Hunderte, vielleicht tausende Diskriminierungen sind die Folge. Privatautonomie und Gerechtigkeit sehen anders aus, aber für den guten Zweck opfern wir scheinbar gerne unsere Prinzipien. Es geht nicht darum, Frauen von solchen Positionen fernzuhalten und es ist offensichtlich, dass sie in vielen Bereichen schlechtere Chancen haben als Männer, aber sollten wir nicht lieber die solchen Diskriminierungen zugrundeliegenden Ursachen angehen, anstatt die Symptome mit weiteren Ungerechtigkeiten zu bekämpfen?

Denn während das AGG und andere Anti-Diskriminierungs-Gesetze mittlerweile jede Art von Diskriminierung zu unterbinden versuchen, auch und gerade die ans Geschlecht anknüpfende, wird sie nun per Gesetz eingeführt und von einer breiten Maße, zumindest in Politik und Medien, befürwortet. Der Weg hin zu einer Migrantenquote, einer Atheistenquote, einer Moslemquote, einer Rentnerquote, einer wie auch immer gearteten Quote ist dann nicht mehr weit. Ein schlagendes Argument, welche solche Quoten verhindern sollte, ist dann kaum noch ersichtlich. Unternehmen müssen sich dann die Zusammensetzung ihrer Belegschaft von der Politik diktieren lassen.

Die Frauenquote ist sicherlich dazu geeignet, verkrustete Strukturen aufzubrechen. Das ist ein erstrebenswertes Ziel, aber ist die Quote wirklich das richtige Mittel und zu welchem Preis? Das Argument, dass Unternehmen mit einem höheren Frauenanteil erfolgreicher sind, spricht meiner Meinung nach sowieso gegen eine Quote. Denn einerseits ist nicht erwiesen, dass alleine die Anwesenheit von Frauen zu diesem Erfolg führt, es ist viel mehr zu vermuten, dass eine offenere Unternehmenskultur, die dann auch zur erhöhten Anstellung von Frauen führt, den Erfolg bringt, da diese Unternehmen ohnehin kreativer und dynamischer sind. Insofern werden Ursache und Wirkung umgedreht. Andererseits werden sich solche Unternehmen dann doch zwangsläufig am Markt besser durchsetzen, als von Männern dominierte Unternehmen. Die Zeit ist also auf der Seite der Quotenbefürworter.

Die Zukunft wird also ohnehin weiblicher. Mit Quote bekommt das ganze nur einen fahlen Beigeschmack.

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Posted in: Politik