Nakba – Der Kamikaze-Aufstand gegen Israel

Posted on 16. Mai 2011

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Der Staat Israel wurde im Jahr 1948 gegründet. Von einer friedlichen Existenz inmitten von Freunden kann seither nicht die Rede sein. Dies zeigte wieder einmal eindrucksvoll der gestrige Tag. 63 Jahre nach Staatsgründung kam es am Jahrestag dieses Ereignisses zu Ausschreitungen mit tödlichem Ausgang.

Palästinenser versuchten von syrischer Seite, aus dem Libanon und im Gaza-Streifen die israelische Grenze zu überqueren. Bei diesen Attacken auf die Souveränität des israelischen Staates wurden mindestens 10 Menschen getötet. Im Libanon wurde die Demonstration danach abgebrochen. Das Ziel der Organisatoren schien erreicht. Ein Bauernopfer erbracht. Man hatte wieder einmal medienwirksam die zu allen Mitteln bereite israelische Armee vor den Augen der Welt bloßgestellt. Anders ist es nicht zu erklären, weshalb man sich überhaupt auf den aussichtlosen Weg machte die Grenze zu attackieren.

Aus fehlgeleiteter Heimatverbundenheit versuchen Palästinenser seit jeher Israel, einem von der Völkergemeinschaft akzeptierten und legitimierten Staat, sein Existenzrecht abzustreiten. Die Jahreszahl 63 legt nahe, dass sich nicht mehr die damals Vertriebenen auf den Weg Richtung Israel machen, sondern ihre Kinder und Enkel, die nichts mit dem israelischen Territorium verbindet als pathetische Geschichten ihrer (Groß-)Eltern.

Friedliches Zusammenleben erfordert weltweit Vergessen. Wer weit genug zurückgeht, wird immer einen ungelösten Konflikt finden, Verbrechen gegen „die eigenen Leute“, Ungerechtigkeiten etc. Es zeugt dabei nicht von Größe, dass man gerade solche Geschehnisse nicht vergisst und sie versucht gewaltsam zu rächen bzw. vergelten. Von Größe zeugt es, wenn man sich aussöhnt und versucht eine positive Zukunft zu schaffen, indem man sich in der neuen Heimat einrichtet. Wem nützt der aktuelle Konflikt? Er schafft nur Leid auf beiden Seiten und bindet Ressourcen, die deutlich besser eingesetzt werden können.

„Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass der höchste Grad der Liebe zur Heimat dadurch dokumentiert wird, dass man sich in Hass verrennt gegen diejenige, die sie in Besitz genommen haben, und dass man jene verleumdet, die einer Versöhnung zustimmen.“
– Marion Dönhoff (Kindheit in Ostpreußen)

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