Opel und die Politik

Posted on 5. November 2009

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Es ist schon peinlich. Merkel und die Landesfürsten Rüttgers und Koch haben sich sehr ins Zeug gelegt um ihren Schützlingen bei Opel eine bessere Zukunft zu sichern. Weshalb Opel ein „Sonderfall“ ist, war aber von Anfang an nicht ganz klar. Dennoch, man gebärdete sich in einer Art, die den Wählern suggerieren sollte, dass man die Fäden in der Hand hat und GM nun den richtigen Weg weist.

Dass dem nicht so war und nicht so ist hat GM jetzt eindrucksvoll bewiesen. Man wird Opel behalten. Damit hat sich die deutsche Politprominenz einen Sommer lang mit „Nichts“ beschäftigt. Viele Reisen über den Atlantik, viele Gespräche, Sitzungen, Verhandlungen, Telefonate, Interviews und Zusagen waren vergebene Liebesmühe.

Man hätte es ahnen können. Wieso sollte GM ein gesteigertes Interesse an deutschen Arbeitsplätzen haben, wenn im eigenen Land der ganze Betrieb auf dem Spiel steht? Man hörte sich in aller Geduld an, was in Europa passiert und ob man vielleicht den ein oder anderen Kriseneuro abgreifen könnte. Im Endeffekt entscheidet aber doch die ökonomische Vernunft. Der Deal mit Magna ist es nicht.

Es ist zu hoffen, dass die involvierten Politiker aus dieser peinlichen und traurigen Episode lernen. Sofern nicht unbedingt notwendig, sollte sich die Politik aus der Wirtschaft raushalten. Politiker sind keine Manager. Brüderle wird hoffentlich alle Forderungen von GM abblitzen lassen.

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