Ost und West – 20 Jahre danach – verwelkte Landschaften

Posted on 3. November 2009

0


Eine schöne Nachricht der Bild verschleiert leider die Realität ein wenig. Denn wie einem Beitrag der original FT zum selben Thema zu entnehmen ist, lag die Wirtschaftskraft des Ostens 1991 nicht bei einem Drittel, sondern 43%. Den Anstieg auf 71% hat man sich teuer erkauft. Schätzungsweise 1.2 – 1.6 Billionen € flossen vom Westen in den Osten und bis 2019 wird es so erst einmal weitergehen.

Den größten Teil der „Aufholjagd“ legte der Osten in den ersten Jahren der Wiedervereinigung hin. Seit 2005 sind die Wachstumszahlen mit denen des Westens nahezu identisch. Real fällt der Osten also zurück. Immerhin schlägt er sich in der Krise besser.

Das Polen und Tschechien sich im selben Zeitraum deutlich besser entwickelt haben, sollte auch nicht vergessen werden. Vielleicht wäre es besser gewesen, wenn man dem Osten größere Autonomie zugestanden hätte, damit er seine Vorteile gegenüber dem Westen besser hätte ausspielen können. Jetzt ist es leider zu spät. Hoffen wir, dass die Annäherung nicht viel länger dauert als die Trennung.

Advertisements
Posted in: Ausland, Politik