Gewaltkultur auf internationalem Niveau – Hollywood in Germany

Posted on 3. November 2009

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Nachdem immer offensichtlicher wird, dass die Bundesliga-Teams mit der internationalen Spitzengruppe nicht mehr mithalten können, kam diese Nachricht wie ein Befreiungsschlag. Der Kampf zwischen Hells Angels und Bandidos wird immer brutaler und könnte bald in einem „Krieg“ eskalieren. Hurra!

Wie lange haben die deutschen Kulturschaffenden darauf gewartet! Endlich gibt es auch hierzulande eine Gewaltkultur die den internationalen Vergleich nicht zu scheuen braucht. Filme wie „Bang Boom Bang“ mit ihren Kleinkriminellengeschichten haben uns viel zu lange gelangweilt. „Chiko“ war ein großartiger Film, aber leider wenig glaubhaft.

Neidisch blickten wir über den Atlantik. Keine Kultur hat eine lebendigere kriminelle Subgesellschaft hervorgebracht. In den USA hat Gewalt sogar eine äußerst spannende Geschichte. Angefangen mit den Cowboy und Sheriff geschichten, über Al Capone im Chicago der 20er Jahre und etliche weitere Mafiageschichten oder Kämpfe zwischen rivalisierenden Einwanderergruppen im New York der Jahrhundertwende („Gangs of New York“).

Auch heute noch bietet die amerikanische Gesellschaft eine breite Fülle an möglichen Handlungsorten eines guten Gangsterfilms. Kriminelle und korrupte Cops („Departed“; „Training Day“), schwarze und asiatische Gangs in LA („Street Kings“), kubanische Drogenbarone in Miami („Scarface“)… die Liste ist fast endlos.

Endlich also, können auch die deutschen Filmemacher Inspiration aus der Realität ziehen und Deutschland wird als Handlungsort für Gangsterfilme glaubhaft. Auch hier muss man sich nicht unbedingt auf die Rockerbanden beschränken. Man erinnere sich nur an den sechsfachen Mord an den Betreibern eines Chinarestaurants in Sittensen durch Vietnamesen oder den Mafiamord in Duisburg.

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Posted in: Ausland, Medien, Staat, Trend